3 Zoohandlung - Tierhandlung
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Zoohandlung - Informationen

Aufgaben von Zoo- und Tierhandlungen



Zoohandlungen bzw. Zoofachgeschäfte verstehen sich als Heimtiermärkte und bieten Tiernahrung sowie entsprechendes Zubehör an, während Tierhandlungen unter Einhaltung von § 11 des Deutschen Tierschutzgesetzes auch eine Genehmigung zum Handel mit Heimtieren besitzen. Aufgrund des sensiblen Themas – dem Handel mit dem lebenden Tier – gelten hier bestimmte Einschränkungen, die sich zum Großteil auf Wirbeltiere beziehen.

Aus diesem Grunde wird man in Deutschland bei der Tierhandlung um die Ecke auch keine Hunde- oder Katzenwelpen (mehr) kaufen können, ebenso wenig Reptilien. Amphibien, Zierfische und Vögel hingegen schon, darüber hinaus „Kleinsäugertiere“, also Nager wie Kaninchen, Ratten oder Mäuse (inklusive Futtertiere). Die Mitarbeiter müssen über ein entsprechendes Fach- bzw. Expertenwissen verfügen. Ein gutes Indiz für den Kunden ist die Mitgliedschaft der jeweiligen Zoo- oder Tierhandlung in einem Berufsverband, beispielsweise dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF).

In einem Auquarium einer Zoohandlung sind die unterschiedlichsten Meerestiere zu sehen.

In erster Linie bieten Zoo- und Tierhandlungen dem Heimtierhalter diversen Heimtierbedarf an. Da vor allem der unerfahrene Tierhalter aber oftmals nicht weiß, für welches Futter er sich aus der Flut von Angeboten entscheiden soll oder ob sein Haustier ein spezielles, von der Werbung angepriesenes Zubehör wirklich braucht, ist eine gründliche und kenntnisreiche Beratung eines der Kernaufgaben von Zoohandlungen. Der Haus- und Heimtierhalter kann sich mit seinen Fragen jederzeit an das geschulte Fachpersonal wenden. Benötigt sein Welpe ein spezielles Welpenfutter? Was tun, wenn man eine futtermäkelige Katze hat? Welche Muscheln in Aquarien vertragen sich mit seiner Fischart am besten? Ist ein Freilaufgehege für die Hasen sinnvoll? Solche und ähnliche Fragen, die den Tierhalter umtreiben, sind das tägliche Brot von Zoohandlungen.

Tierhandlungen beraten nicht nur rund um das Zubehör, sondern um das Leben des zukünftigen Hausgenossen. Dazu gehört auch, dass sie die Lebensumstände des Kunden abfragen – und möglicherweise sogar vom Kauf abraten. Schließlich macht beispielsweise der Kauf eines Nagers für jemanden, der ständig auf Geschäftsreisen ist und keine Zeit hat, sich um seinen pelzigen Freund zu kümmern, wenig Sinn. Auch wenn Allergien bei den Familienmitgliedern bekannt sind oder etwa eine Katze in dem Haushalt lebt, in den ein offenes Aquarium Einzug halten soll, können die Mitarbeiter von Tierhandlungen schon mal bremsen – auch das gehört zum Service.

Der wird bei Zoo- und Tierhandlungen ohnehin großgeschrieben. So beispielswiese ist es in manchen Geschäften möglich, hochpreisiges Zubehör (beispielsweise ein Anti-Bell-Halsband für Hunde) gegen die Hinterlegung eines Pfandes auszuleihen. Die Leihgebühr beträgt nur einen Bruchteil des Kaufpreises. Eine gute Zoohandlung wird dem Kunden darüber hinaus eine kompetente Hundeschule empfehlen, denn sie weiß, dass eine Verhaltensstörung wie etwa andauerndes Bellen mit einem Anti-Bell-Halsband nur symptomatisch behoben werden kann. Mit Flyern oder gar einer Kundenzeitschrift macht die Zoohandlung auf Angebote, die über die eigenen hinausgehen, aufmerksam.